Natürlich Schön

Wie die Überschrift bereits vermuten lässt, möchte ich mit dieser Seite aufzeigen, wie man auch ganz ohne bunten Kies und sämtlichen Plastik-verschönerungskram, sein Aquarium zu einem richtigen Blickfang machen kann.


Zudem werden sich deine Fische, in einem Becken, das ihrem Natürlichen Habitat (Lebensraum) nachempfunden wurde, auch wesentlich wohler fühlen.
Du wirst Verhaltensmuster erkennen, die dir vorher vielleicht nicht gezeigt wurden, auch können Farben viel intensiver werden/wirken, bestes Beispiel dafür Schwarzwasser & deren Bewohner.

 

Zur Natürlichkeit in einem Aquarium, kommt es vorab darauf an, welche Fische es werden sollen, grob könnte man das ganze bereits in drei Kategorien aufteilen, Steinig mit wenig bzw. vereinzelt robusten Pflanzen (z.B. Cichliden/Buntbarsche), Verkrautet - stark Bepflanzt, mit dem ein oder anderen Stein und/oder Wurzeln zwischen oder aber, große Wurzelaufbauten mit ein paar Pflanzen, die im dunklen Gewässer (Schwarzwasser) gut zurecht kommen.
Natürlich gibt davon noch haufenweise Gestaltungsmöglichkeiten, so kann man Beispielsweise eine große Wurzel mittig anlegen, diesen Bereich, inklusive der Wurzel, gut bepflanzen und rings rum, einige größere und kleinere Steine platzieren.

 

Der Phantasie sind im Grunde genommen absolut keine Grenzen gesetzt, wer das ganze noch etwas interessanter, für sein eigenes Auge gestalten möchte, kann sich hierbei auch mal mit dem Thema Aquascape auseinander setzen (ein Beitrag hierzu wird über kurz oder lang folgen).

 

Wurzeln

zu den meist verwendeten Wurzeln in einem Aquarium zählen wohl Mangroven, Rote Moorwurzeln/Spiderwood, Jati, Mopani (zählt ua. zu den Savannenhölzern) uvm. 

Auch gibt es die Möglichkeit, sich in seinem eigenen Garten zu bedienen, jedoch sollte man hierfür ausschließlich Laubbäume verwenden und, die wohl wichtigste Voraussetzung, diese dürfen auf keinen Fall gespritzt sein. 

Neben dem natürlichen Touch in seinem kleinen Wohnzimmerbiotop, dienen Wurzeln auch als Futter, für raspelnde Fische und einige von ihnen, wie beispielsweise Mangroven, geben Huminstoffe ab.

Meist wird dazu geraten, Wurzeln über einige Tage/Wochen außerhalb der Aquariums zu wässern, da sie das Wasser oft stark Färben, zudem schwimmen sie oft noch auf.

Ich selbst wässere Wurzeln, vor allem in der Einlaufphase, gar nicht mehr, stattdessen werden sie nur noch gründlich gespült und ggf. direkt mit Kabelbindern oder Edelstahlschrauben(!) an einem Stein oder einer Schieferplatte befestigt, oder aber - einfach schwimmen gelassen.

 

Wichtig!

Bitte koch keine Wurzeln aus! Dieses auskochen zerstört die Zellstruktur des Holzes, wodurch dir die Wurzel schneller zu Gammeln beginnt.

Und, keine Steine lose auf Wurzeln legen, besser einen Nylonstrumpf mit Steinen füllen und darüber hängen, andernfalls kann dir bei Abrutschen, schlimmstenfalls das Aquarienglas zu Bruch gehen!

 

Auch noch wissenswert:

Manchmal kann es sein, dass Wurzeln den Nitritwert in die Höhe treiben, solltest Du bereits Besatz im Becken haben und eine neue Wurzel ins Becken geben, empfiehlt es sich, diese einen Tag lang zu wässern und dieses Wasser auf Nitrit zu testen.

Sollte tatsächlich Nitrit nachweisbar sein, kannst Du entweder so lange wässern (täglich komplett erneuern), bis kein Nitrit mehr nachweisbar ist, oder aber Du setzt die Wurzel ein und behältst im Aquarium den Wert im Auge, um ggf. rechtzeitig Handeln zu können.

 

Weiters gibt es Wurzeln (Spiderwood zb.) die, nach dem einsetzen, einen sogenannten Bakterienrasen (weißlicher Schleim) bilden.

Dieser ist Harmlos und völlig normal, in der Regel verschwindet dieser nach einiger Zeit von selbst, Garnelen und Schnecken nehmen dies aber auch gern als Leckerbissen.

Bakterienrasen wird durch den überschüssigen Zucker in der Wurzel ausgelöst, darum kann man auch nicht Pauschal sagen, ob er .nun nach einigen Tagen, oder aber erst nach einigen Wochen wieder verschwindet.

 

Steine

auch hier gibt es so einiges an wunderschöner Auswahl, angefangen von Minilandschaft, Lavastein, bis hin zu Drachenstein (uvm.), aber auch einige Edelsteine, wie zb. Rosenquarz oder Bergkristall kann man mit in seinem Aquarium einbringen.

Wichtig zu wissen, es gibt Steine (zb. Lochgestein) die das Wasser, durch ihren Kalkgehalt, auf härten.

Ist man sich nicht sicher, ob der gewünschte Stein ins Becken, zu den Weichwasserfischen kann oder nicht, kann man etwas Säure (zb. Essig) auf ein kleines Stück Stein träufeln.
Kalkhaltige Steine reagieren mit Schäumen und/oder Zischen.

 

Pflanzen

Erholung für die Augen und die beste Versteckmöglichkeit für etliche deiner Tiere.

Natürlich kann es auch für den ein oder anderen, als "Weidefläche" dienen, oder aber als Schutz für den Nachwuchs.

Neben alle dem, sind es auch die Pflanzen, die dein Aquarium erst zu einem richtigen Biotop machen, die Sauerstoff und vor allem, das erste Leben hinein bringen.

Als kleine Faustregel für den Anfang gilt - bepflanz Du ca. 80% deiner Bodenfläche, mit einem guten mix aus schnell- (zb. Hornkraut) und langsam (zb. Anubias) wachsenden Pflanzen, bekommst Du weniger Probleme mit Algen.

Glaub mir, dein Geld ist wesentlich besser in einige Töpfe Pflanzen mehr investiert, als in Laichkästen oder anderes Zeug, dass man in der Natur eher weniger antreffen würde.

Auch wenn die Pflanzen wachsen werden und Du, vielleicht in ein paar Wochen, bereits deine erste Unterwasser-Gartenarbeit erledigen musst, man kann wirklich nie genug Pflanzen setzen.